Was bedeutet Human Centric Lighting?

Was bedeutet Human Centric Lighting?

Lichtkompetenz

Human Centric Lighting ist ein ganzheitliches Beleuchtungskonzept, das die physiologische Wirkung des Lichts auf den menschlichen Organismus berücksichtigt. Es fußt auf wissenschaftlichen Erkenntnissen über biologische Steuerungsmechanismen im Körper. Daran orientiert sich die Gestaltung einer gesundheitsfördernden Beleuchtung von Räumen.

Sunny

Steuerungsmechanismen im Körper. Daran orientiert sich die Gestaltung einer gesundheitsfördernden Beleuchtung von Räumen.

Lebensvorgänge werden durch Licht gesteuert

Pflanzen wachsen zum Licht. Manche benötigen Licht zum Keimen. Viele Pflanzen öffnen ihre Blüten in der Mittagssonne. Abends legen sich die Blütenblätter schützend über Staubfäden und Stempel. Tiere sind tag- oder nachtaktiv. Insekten richten ihren Flug nach der Sonne aus.

Licht gehört zu den wichtigsten abiotischen Umweltfaktoren. Auch das menschliche Leben wird stark vom Licht und seiner Veränderung im Tageslauf beeinflusst.

Welchen Einfluss hat das Licht auf Menschen?

Wir wachen auf, wenn es hell wird. Viele Menschen können bei Helligkeit nicht einschlafen, auch wenn sie müde sind. Ist es dämmerig, werden wir schneller müde. In den Wintermonaten, wenn die Tage kürzer und das Wetter trüb ist, fühlen sich viele Menschen schlapp und müde. Manche entwickeln eine depressive Verstimmung.

Die Beispiele zeigen, dass auch Menschen stark auf Licht reagieren. Über Jahrtausende bestimmte der Wechsel von Tag und Nacht, die natürliche Veränderung des Lichts im Tagesverlauf, das menschliche Leben. Daran hat sich der Organismus angepasst.

Elektrisches Licht, das abends und nachts die Wohn- und Arbeitsräume erhellt, gibt es erst seit 140 Jahren. Seit etwa 80 Jahren ist ganz Deutschland mit elektrischem Licht versorgt. Das ist nur ein winziger Abschnitt in der Geschichte der Menschheit.

Industrialisierung und elektrisches Licht haben die Lebensrhythmen und Lebensbedingungen vieler Menschen verändert. Die biologischen Regulationsmechanismen des Körpers arbeiten jedoch noch genauso wie in vorindustriellen Zeiten.

Der Rhythmus von Tag und Nacht

Der Wechsel von Schlafen und Wachsein bestimmt unser Leben. Tagsüber und in der Nacht finden ganz unterschiedliche Prozesse und Aktivitäten im Körper statt.

Nacht-Ruhe und Aktivität am Tag

Sleeping

Nachts dominiert das vegetative oder autonome Nervensystem. Es reguliert den Schlaf und die Funktionen der Organe. Auch das Gehirn bleibt aktiv, nur sind wir uns dessen selten bewusst. Im Schlaf verarbeitet es die Eindrücke des Tages, neu Gelerntes wird abgespeichert.

Der Körper regeneriert sich, das Immunsystem wird gestärkt. Das reduziert die Anfälligkeit für Erkältungen und andere Infektionen. Der Stoffwechsel läuft auf Hochtouren, die Leber füllt nachts Energiespeicher auf. Auch die Hauterneuerung findet vorwiegend in der Nacht statt, nicht umsonst spricht man vom Schönheitsschlaf.

Helles Tageslicht dagegen macht wach, aktiv und glücklich. Der Kreislauf kommt auf Touren, die Körpertemperatur steigt leicht an. Den Effekt spüren wir besonders an sonnigen Tagen nach den dunklen Wintermonaten. Wir fühlen uns fit und leistungsfähig.

Warum viele Berufstätige schlecht schlafen 

Der biologische Rhythmus des Menschen wird von inneren und äußeren Faktoren gesteuert. Die sogenannte innere Uhr, die zirkadiane Rhythmik, ist auf ungefähr 24 Stunden eingestellt. Sie muss immer wieder neu justiert werden. Ist man lange wach, erhöht sich der Schlafdruck, man wird müde.

Harmonieren zirkadiane Rhythmik, Schlafdruck und äußere Faktoren wie das Licht, ist der Schlaf erholsam. Bleibt es dagegen tagsüber trüb, und man ist abends hellem, bläulichem Licht ausgesetzt, kommt der Biorhythmus durcheinander. Eine Störung kann auch durch Reisen in andere Zeitzonen oder verstärkte Aktivität in der Nacht verursacht sein.

Der Einfluss von Hormonen

Hormone sind Botenstoffe, die in winzigen Mengen Prozesse im Organismus steuern. Wenn es dunkel wird, wandelt der Körper das Hormon Serotonin in Melatonin um. Melatonin steuert die Ausschüttung anderer Hormone. Diese stellen die Körperfunktionen auf den Nachtmodus und auf Erholungs- und Regenerationsfunktionen ein. Am Morgen stoppt die Melatonin-Produktion.

Serotonin und Cortisol sind die Gegenspieler von Melatonin. Sie werden ab dem Morgen verstärkt ausgeschüttet und beeinflussen die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit.

Das Hormon Cortisol aktiviert den Stoffwechsel. Das Hormon Serotonin ist ein Neurotransmitter. Er bewirkt, dass Signale von einer Nervenzelle zur nächsten weitergeleitet werden. Serotonin fördert den Wachzustand und beeinflusst emotionale Prozesse. Deshalb gilt es auch als Wohlfühl- und Glückshormon.

Licht regelt die Hormonproduktion

Licht regelt die Hormonproduktion

Die Produktion der Hormone, die den Schlaf-Wach-Rhythmus regulieren, hängt von der Stärke der Beleuchtung und der Qualität des Lichts ab.

Im hellen, kühlen Morgenlicht senden für Blaulicht sensible Zellen des Auges Signale an eine Gruppe von Zellen im Gehirn. Diese signalisieren der Zirbeldrüse, die Produktion von Melatonin einzustellen. Die Serotonin- und Cortisol-Produktion wird angekurbelt. Man fühlt sich wach und aktiv.

Sanftes, warmes Licht, wie wir es von der Abendsonne kennen, besitzt nur geringe Blauanteile. Der Spiegel des Entspannungshormons Melatonin steigt mit zunehmender Dämmerung allmählich an.

Wie lässt sich Human Centric Lighting für Gesundheit und Wohlbefinden nutzen?

Unser Körper ist mit seinem biologischen Rhythmus auf die Veränderung des natürlichen Lichts im Tagesverlauf eingestellt.

Eigenschaften des Lichts

Eigenschaften des Lichts

Licht kann als elektromagnetische Welle beschrieben werden. Die Wellenlängen des für den Menschen sichtbaren Lichts liegt im Bereich von 390 bis 700 Nanometern. Ein Nanometer ist ein Millionstel Millimeter.

Wellenlängen von 390 bis 490 Nanometern sind als Violett und Blau sichtbar. Zwischen 590 und 700 Nanometern liegen die Spektralfarben Orange und Rot. Weißes Licht besteht aus Licht unterschiedlicher Wellenlängen. Die Lichttemperatur oder -farbe wird in Kelvin (K) gemessen. Warmes Licht hat ungefähr 2000 K, kaltes Licht bis zu 8000 K.

Die Sinneszellen (Zäpfchen) im Auge reagieren auf Licht bestimmter Wellenlängen. Werden alle Zapfensorten gleichmäßig angeregt, entsteht der Sinneseindruck "Weiß". Die Helligkeit einer Lichtquelle wird in der Einheit Lumen (lm) gemessen. Besitzt eine Lampe einen hohen Wert in Lumen, leuchtet sie sehr hell.

Wie genau funktioniert Human Centric Lighting?

Lichtverschmutzung und ihr Gegenteil, der Mangel an Tageslicht, führen nicht nur zu Schlafstörungen, Übermüdung und Konzentrationsschwierigkeiten. Langfristig muss man auch mit Verdauungs- und Kreislaufproblemen, Stimmungsschwankungen sowie einer eingeschränkten Immunabwehr rechnen.

Human Centric Lighting (HCL) nutzt die Erkenntnisse über die Lichtwirkungen, um Innenräume mit gesundheitsförderndem Licht zu versorgen. Dabei soll sich das Licht im Tagesverlauf entsprechend dem Sonnenlicht verändern. Vormittags ist helles Licht mit hohem Blau-Anteil vorherrschend. Spätnachmittags nehmen die Rot- und Gelbanteile des Lichts zu, die Helligkeit nimmt ab.

Human Centric Lighting stellt das richtige Licht für jede Tätigkeit, jede Tages- und Jahreszeit zur Verfügung. Es wird eingesetzt, um

  • den Tag-Nacht-Rhythmus zu unterstützen und so Gesundheit und Leistungsfähigkeit zu fördern.
  • die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit bei der Arbeit und beim Lernen zu unterstützen.
  • Entspannung und Erholung zu fördern.
  • eine angenehme Atmosphäre zu schaffen.

Human Centric Lighting bei Lichtspiegeln und Spiegelschränken von W. Schneider

lichtspiegel a line

Das filigrane Lichtband, das den Lichtspiegel A-Line HCL einrahmt, ist mit hochwertigen LEDs bestückt. Zu seinen Lichtfunktionen gehören nicht nur stufenlose Dimmbarkeit sowie Einstellen der Lichtfarbe von Kerzenlicht (2000K) bis zu klarem Tageslicht (6500K). Die Steuerung kann automatisch Lichtfarbe und Helligkeit regeln – abgestimmt auf den individuellen Biorhythmus.

Advanced Line Superior

Auch die Beleuchtungen des Spiegelschranks Advanced Line Superior HCL und des Premium Line Ultimate HCL passen sich den persönlichen Bedürfnissen zu unterschiedlichen Zeiten an. Helles, bläuliches Morgenlicht macht wach, warmes, atmosphärisches Licht zum Feierabend fördert die Entspannung.

Human Centric Lighting: Lichtkompetenz gehört zu unseren Kernkompetenzen

Wir sind Experten für Lichtkompetenz. Schreiben Sie uns gern über unser Kontaktformular an, wenn Sie mehr dazu erfahren wollen.

Nutzen Sie die Beratung durch unsere Experten!

Wir von W. Schneider sind für Sie da. Kontaktieren Sie uns per Mail, Telefon oder über unser Kontaktformular. Gerne beraten wir Sie zu Ihrem neuen Spiegelschrank im Bad.

E-MailTelefon