Materialkunde

 
Materialkunde

Bei unseren Produkten werden primär die Werkstoffe Aluminium, Kunststoff und Glas eingesetzt bzw. verarbeitet. Für Interessierte möchten wir an dieser Stelle kurz einige Informationen über die Herstellung der Werkstoffe geben.

Werkstoff Aluminium

Aluminium ist ein Metall mit vielen vorteilhaften Eigenschaften und findet Anwendung in fast allen Gebieten der Technik und des täglichen Lebens. Aluminium zeichnet sich vor allem durch sein geringes Gewicht und hohe Korrosionsbeständigkeit aus. Aber auch wegen seiner guten Verarbeitbarkeit ist Aluminium ein bevorzugtes Material.

Wichtigstes Mineral zur Gewinnung von Aluminium ist Bauxit, der seinen Namen vom ersten Fundort bei Les Baux in Südfrankreich hat. Die Entstehung des Bauxit wird auf die Verwitterung von Kalk- und Silikat-Gestein durch Klimaeinflüsse zurückgeführt. Die derzeit bekannten Bauxit-Vorkommen reichen noch für mehrere Jahrhunderte.

Mit hohem technischen Aufwand wird in mehreren Schritten aus Bauxit Tonerde gewonnen, aus dieser sodann in der Schmelzfluss-Elektrolyse der Rohstoff Aluminium abgeschieden.

Aluminium ist kein Abfall, sondern ein wertvolles Material, das sich immer wieder vollumfänglich rezyklieren lässt.

 

Werkstoff Glas

Älteste Glasfunde reichen bis an das Ende der jüngeren Steinzeit, ca. 7000 v. Chr., zurück. Dennoch weiss heute niemand genau, wann erstmals Glas erzeugt wurde.

Die wichtigsten Materialien für die Herstellung von Glas sind Quarzsand, Kalk und Soda, alles natürliche Rohstoffe, die im ausreichenden Masse verfügbar sind.

Die Besonderheit des Werkstoffes Glas ist, dass es zwar ein fester Stoff bzgl. seiner Struktur jedoch eine Flüssigkeit ist. Deshalb spricht man bei Glas auch von einer unterkühlten Schmelze.

Zu Beginn der 50er Jahre fand die englische Firma Pilkington Brothers die Lösung: das Floatglas-Herstellungsverfahren. Man entwickelte es, auch von Rückschlägen nicht entmutigt, mit Energie und hohem Kapitaleinsatz bis zur Fabrikationsreife im Jahre 1958.

Float heisst auf deutsch soviel wie "obenauf schwimmen oder treiben", und damit ist auch das eigentliche Prinzip dieses Verfahrens charakterisiert.

Der Herstellungsprozess gliedert sich in

  • Schmelze des Glasgemenges mit anschliessender Läuterung
  • Formgebung des Glases
  • Abkühlung des Glases

Die Rohstoffe - im wesentlichen Quarzsand, Kalk und Soda - gelangen als Gemenge in den Schmelzofen. Das flüssige Glas fliesst aus der Läuterwanne durch den Überlaufkanal auf das Zinnbad, an dieser Stelle besitzt die Anlage eine Temperatur von etwa 1.100°C. Beim Floatverfahren bewegt sich ein endloses Glasband aus der Schmelzwanne auf das Zinnbad. Dort schwimmt es auf der Oberfläche des geschmolzenen Metalls, breitet sich aus und wird genügend lange auf einer ausreichend hohen Temperatur gehalten.

Ein kritischer Punkt im Floatprozess ist der Badaustritt. Hier gelangt das Glasband von der Zinnbad-Oberfläche auf die Walzen des Kühlkanals.

Dabei ist eine genau definierte Temperatur - etwa 600°C - einzuhalten, da das Glasband die nötige mechanische Festigkeit für das Abziehen besitzen muss.

Im Kühlkanal und auf der anschliessenden Transportstrecke kühlt das Glas bis auf Raumtemperatur ab.

Werkstoff Kunststoff

Erdöl ist der wichtigste Rohstoff für die Kunststofferzeugung, zusammen mit Erdgas.
In der Raffinerie wird Erdöl durch Destillation in mehrere Bestandteile getrennt. In verschiedenen chemischen Prozessen werden dann die Ausgangsstoffe für die Kunststoffe mit unterschiedlichen Eigenschaften gewonnen. Wichtig ist, dass die Kunststoffindustrie weltweit nur etwa 4% der aus der Raffinerie kommenden Erdölprodukte braucht. Der Grossteil der Kunststoffe wird lang- und mittelfristig genutzt. Der bei unseren Produkten eingesetzte Kunststoff kann wieder vollumfänglich rezykliert werden.

 

 

 

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