Lichtkompetenz: Woran erkennt man gute Lichtqualität

Lichtkompetenz: Woran erkennt man gute Lichtqualität

Lichtkompetenz

Firmen und Bauherren, die sich mit der Einrichtung von Innenräumen befassen, sollten auch über die optimale Lichtqualität Bescheid wissen. Speziell multifunktionale Räume wie das Badezimmer verlangen eine sorgfältige Lichtplanung. Damit sich die Bewohner wohlfühlen, muss die Beleuchtung auf die Aktivitäten abstimmbar sein. Wir sind Schweizer Marktführer im Bereich Spiegelschränke und Lichtspiegel und führend in Lichtkompetenz für das perfekte Bad.

 Lichtqualität Bescheid

Was ist eigentlich Licht?

Die Lichtempfindung entsteht, wenn elektromagnetische Strahlung (Energie) in einer bestimmten Wellenlänge auf die Rezeptorzellen der Netzhaut trifft. Das Sehpigment zerfällt. Daraufhin folgt ein elektrisches Signal, das der Sehnerv zur Sehrinde im Gehirn leitet. Dort entsteht die visuelle Wahrnehmung. Im Abgleich mit gespeicherten Informationen erkennen wir unsere Umgebung, Formen, Farben und Gegenstände. Kleine Kinder beispielsweise müssen das erkennende Sehen erst lernen. 

Die meisten Dinge, die wir sehen, senden selbst kein Licht aus. Sie reflektieren Anteile des Lichts, das von Lichtquellen wie der Sonne oder von Lampen stammt.

Physikalische Eigenschaften des Lichts

Wir erkennen unterschiedliche Lichtfarben und -intensitäten (Helligkeiten). Bestimmte Wellenlängen sehen wir als Farben. Weisses Licht setzt sich aus einem Spektrum unterschiedlicher Wellenlängen zusammen. Das erkennt man, wenn Sonnenlicht durch einen geschliffenen klaren Fensterkristall fällt. Es spaltet sich wie beim Regenbogen in Spektralfarben von Rot, Orange, Gelb und Grün bis zu Blau und Violett auf.

Wichtige Einheiten und Grössen für die Lichtqualität sind:

  • Kelvin: Lichttemperatur bzw. -farbe
  • Lux: Beleuchtungsstärke, bezeichnet die Lichtmenge, die auf einer Fläche auftrifft
  • Lumen: Der Wert gibt an, wie hell eine Lichtquelle strahlt.

Unsere Sinneszellen reagieren auf unterschiedliche Wellenlängen 

In der Netzhaut des Auges befinden sich drei Arten von Zäpfchen. Das sind die Sinneszellen, welche auf Grün, Blau und Rot (die sogenannten Grundfarben) ansprechen. Empfangen die drei Zapfensorten gleichzeitig Reize, entsteht die Wahrnehmung von Weiss. Je heller das Licht der gleichen Farbe erscheint, desto grösser ist die einfallende Energiemenge.

So wirkt Licht auf den menschlichen Organismus

Gutes Licht ist die Voraussetzung für gutes Sehen. Das Licht muss energiereich, also hell genug sein, damit wir Details gut erkennen können. Es sollte auch so zusammengesetzt sein, dass die Farben natürlich erscheinen. 

Der Lichtsinn ist der wichtigste Fern-Sinn des Menschen. Für viele Tätigkeiten und für die Orientierung in der Umgebung sind wir auf gute Augen und gutes Licht angewiesen. Moderne LED-Leuchtmittel, wie wir sie in unseren Produkten verwenden, ermöglichen es, Licht energieeffizient zu erzeugen. Gleichzeitig deckt es einen grossen Spektralbereich ab.

Nicht so bekannt wie die Bedeutung für das Sehen ist die nicht-visuelle Funktion des Lichts. Über die Nervenfasern laufen nämlich elektrische Signale von der Netzhaut direkt zur Hypophyse. Die Hirnanhangdrüse steuert als übergeordnete Hormondrüse den Stoffwechsel und damit den Biorhythmus im Tagesverlauf. Durch den Wechsel von hellem Tageslicht und nächtlicher Dunkelheit wird unsere innere Uhr täglich neu justiert.

Auf die Lichtqualität kommt es an

lichtqualitaet

Der Schweizer Professor Christian Cajochen erforscht am Zentrum für Chronobiologie in Basel die Bedeutung des Lichts für die Gesundheit. Ziel ist es, durch die Gestaltung einer optimalen Beleuchtung im Tagesablauf Lebensqualität, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit der Menschen nachhaltig zu verbessern.

Helles Licht hat einen hohen Anteil von Blau und wird als kühl empfunden. Es entspricht dem natürlichen Sonnenlicht am Morgen und macht dementsprechend wach. Ausserdem aktiviert es über die Hypophyse den Stoffwechsel und wirkt leistungsfähig. Das Hormon Melatonin, welches den Schlaf fördert, wird bei hellem Licht reduziert.  

Zum Nachmittag und Abend verändert sich die Farbe des Tageslichts, die sogenannte Licht- oder Farbtemperatur. Ihr Wert, der in Kelvin gemessen wird, sinkt. Jetzt herrscht langwelliges Licht in Rot- und Gelbtönen vor. Dieses wird als warm und entspannungsfördernd empfunden. Auch die Lichtintensität, die Helligkeit, nimmt ab. Im Dunkeln produziert der Körper dann wieder das schlaffördernde Melatonin.

Dies sind Beispiele für die Farbtemperatur in Kelvin:

  • 2000 K entspricht der Farbe von Kerzenlicht.
  • 2700 bis 3500 K bezeichnet man als warmweiss.
  • 3500 bis 5000 K gilt als neutralweiss.
  • 5000 K und mehr entspricht dem weissen Tageslicht am Mittag.
  • 10'000 K ist die Lichtfarbe des blauen Himmels.

Was bedeutet Lichtkompetenz bei der Auswahl von Leuchtmitteln?

Naturnahes Licht, wie es Experten empfehlen, ähnelt in seiner Zusammensetzung dem Sonnenlicht. Moderne LED-Lampen machen es möglich, Leuchtmittel herzustellen, deren Licht in Bezug auf Farbtemperatur und Lichtspektrum dem Tageslicht nahekommt. Unsere Fachleute für Lichtkompetenz kennen die passenden Leuchtmittel für Ihr Bad.

Vielleicht ist Ihnen aus eigener Erfahrung der Hörsaal-Effekt bekannt. Trotz des hellen, bläulichen Lichts und obwohl Sie ausgeschlafen waren, fühlten Sie sich unkonzentriert und konnten dem Vortrag kaum folgen. Das lag am müde machenden, unnatürlich diskontinuierlichen Lichtwellen-Spektrum der früher häufig verwendeten Neon-Leuchtstoffröhren.

Warum ist professionelle Lichtkompetenz gerade für das Bad wichtig?

Idealerweise wird das Licht im Bad unterschiedlichen Ansprüchen gerecht. Denn diese verändern sich mehrmals am Tag. Ausserdem wird das Badezimmer meist von mehreren Personen mit unterschiedlichen Gewohnheiten genutzt.

Anforderungen an die Beleuchtung im Bad

Mit der morgendlichen Körperpflege starten wir frisch und wach in den Tag. Licht zum Rasieren, Frisieren, Schminken, Stylen und Ankleiden muss dem Tageslicht nahekommen. Dieses Licht sollte hell sein, die Farben wirklichkeitsgetreu wiedergeben und nicht blenden.

Für die Wellness- und Wohlfühlatmosphäre ist das gesamte Beleuchtungskonzept entscheidend. Eine zurückhaltende Allgemeinbeleuchtung definiert die Ausdehnung des Raumes, was bei grossen Badezimmern wichtig ist. Sie kann als indirekte Beleuchtung, als Deckenlicht oder mit Pendeln gestaltet werden. Stimmungsvolles Akzentlicht setzt das stilvolle Ambiente Ihres Bades in Szene.

Auch abends und in der Nacht soll das Licht den biologischen Rhythmus unterstützen und mit ihm harmonieren. Eine warme Allgemeinbeleuchtung liegt bei einem Wert von 2’000 Kelvin. Das schlaffördernde Hormon Melatonin wird bei einer Lichttemperatur bis maximal 2’200 Kelvin produziert. Ergänzt durch dezente Akzente, schafft die Beleuchtung beim abendlichen Verwöhnbad ein angenehm wohliges Gefühl von Ruhe und Entspannung.

Mehr als «Hell» und «Dunkel»

hell und dunkel

Die Produktentwicklung der W. Schneider+Co. AG orientiert sich am natürlichen Tageslicht und den Bedürfnissen der Menschen. Mit Human Centric Lighting (HCL) steht der Mensch im Mittelpunkt. Unsere intelligenten Badezimmer-Lösungen machen es möglich, die Beleuchtung entsprechend des zirkadianen Biorhythmus der Benutzer individuell zu steuern.

Mit unseren Spiegeln und Spiegelschränken finden Sie die optimale Lösung für Ihr Bad. Sie weisen unter anderem die folgenden Vorzüge auf:

  • blendfreies Licht
  • verstellbare Lichtfarbe
  • einstellbare Helligkeit
  • komfortabel steuerbar per Tastatur oder App
  • stilvolles und funktionelles Design
  • nachhaltiger Einsatz von Material und Energie

Lichtkompetenz für Ihr Bad mit der W. Schneider+Co. AG

Unser Bestreben ist es, alle Ansprüche an die optimale Badbeleuchtung mit unseren Produkten abzudecken. Hochwertige Lichtspiegel und Spiegelschränke sind unser Beitrag für Ihr Wohlfühlbad. Nutzen Sie die Expertise unseres Lichtkompetenz Centers und kontaktieren Sie uns. Wir freuen uns darauf, Ihr individuelles Badprojekt mit unserer Lichtkompetenz unterstützen zu dürfen.